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Jedes Jahr dürfen die Student*innen der Marburger Universität das Student*innenparlament wählen. Wir sind eine wählbare Hochschulgruppe, die sich den Ideen des Feminismus, Marxismus und Antifaschismus zuordnet. Für weitere Informationen klicke hier.

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) hat Gründe zusammengetragen, die dafür plädieren die eigene Stimme zu nutzen. Kurz zusammengefasst, werden vom Ausgang der Wahl unter anderem die Angebote des Student*innentickets, der kostenfreien Rechtsberatung und der Einführungswochen beeinflusst. Wir halten diese Angebote für gut und möchten sie zudem noch ausbauen.

Wenn du irgendwelche Anmerkungen hast, kannst du uns gerne in unseren wöchentlichen Treffen kennenlernen oder direkt eine E-Mail an uns schreiben.

Hier findest du bald das Programm zu den Hochschulwahlen 2022.

Ein selbstbestimmtes Studium ohne Creditjagd und Anwesenheitspflicht

Die Zeit des Studierens bedeutet für viele das erste mal unabhängig zu sein und eigene Entscheidungen zu treffen. Diese Lebensphase ist von Fehlern, Erfolgen und Selbstfindung geprägt. Solche Entwicklungen sind nur möglich, wenn ein freies Studium ohne Geldsorgen und Anwesenheitspflicht erlebt werden kann. Im Besonderen Studierende mit Kindern oder Familienmitgliedern, die Pflege benötigen, brauchen hier unsere Unterstützung. Studierende Eltern brauchen ein erweitertes Kinderbetreuungsangebot. Zur Entlastung fordern wir die Schaffung neuer Kitaplätze sowie weitere Betreuungsmöglichkeiten. Solche Unterstützung leistet eine "Unternehmerische Universität" nicht, auch wenn sie sich auf die Fahne schreibt "familiengerecht" zu sein. Des Weiteren muss in diesem Zuge der Zugang zu BAföG erleichtert werden. BAföG soll dazu dienen, dass alle unabhängig vom familiären und finanziellen Hintergrund studieren können. Die Entwicklungen der letzten Jahre haben jedoch gezeigt, dass dieses Versprechen nicht eingehalten wird. Die Zahl der BAföG-Empfänger*innen nimmt stetig ab. Steigende Mieten erlauben es den Studierenden nicht selbstständig zu entscheiden, an welchem Universitäts-Standort sie studieren können. Wir brauchen ein existenzsicherndes, elternunabhängiges und rückzahlungsfreies BAföG.
Daher fordern wir die Möglichkeit ohne Existenzängste das eigene Studium selber zu gestalten.
11. Juni 2019

Für Kulturangebote im Semesterticket

Das Semesterticket bringt Dich zwar leicht aus Marburg heraus, aber nicht wirklich ins Stadtgeschehen rein. Kulturelle Angebote werden für Studierende bei stets wachsenden Lebenshaltungskosten immer unerschwinglicher und die städtische Kulturlandschaft leidet ebenfalls darunter. Netflix, Amazon, Spotify & Co. haben durch ihre Monopolstellung Kultur lediglich zu einem lukrativen Absatzmarkt degradiert. Kritische Kunst wird zunehmend vernachlässigt, vor allem wenn sich scheinbar kein finanzieller Profit damit machen lässt. Dabei sind alternative Kunst- und Kulturformen wichtig für den Fortbestand und Wachstum einer kritischen Zivilgesellschaft, die politische Missstände erkennt, anprangert und sich gegen diese wehrt. Deshalb setzen wir uns dafür ein, lokale Kulturangebote, egal ob Theater oder Musik, in das Semesterticket zu integrieren. Mithilfe einer solidarischen Ausfinanzierung können nicht nur finanziell schwache Studierende teilhaben, sondern auch umfangreichere wissenschaftliche Exkursionen (Literaturwissenschaften, Kunst/Musik/Medien, Germanistik uvm.) stattfinden. Kunst und Kultur sind wesentliche Bestandteile unserer Gesellschaft und dürfen nicht kommerziellen Zwängen unterworfen sein!
11. Juni 2019

Bessere Verbindungen auf die Lahnberge, nach Cappel, Wehrda und Umgebung

Der Wohnraum in Marburg ist beschränkt und das ist mittlerweile auch kein Geheimnis. Daher müssen viele Studierende und andere benachteiligte Gruppen in abgelegeneren Ortsteilen und Dörfern wohnen. Der Anschluss an den öffentlichen Nah- und Fernverkehr außerhalb der Stadtmitte ist sehr schlecht. Dies betrifft einerseits den Bustakt, der vielerorts nur einstündig ist, wie auch die Tatsache, dass die Anfahrt in die Innenstadt aus manchen Ecken Fahrzeiten von mehr als 30 Minuten umfasst. Außerdem, fahren die meisten Busse spätestens ab Mitternacht nicht mehr. Studierende sind häufig auf Taxis, Mitfahrgelegenheiten oder eigene Autos angewiesen. Der AStA hat sich letztes Jahr dafür eingesetzt, dass zumindest bis zum Richtsberger Studierendenwohnheim stündlich ein Bus ab Mitternacht fährt. Dies muss auch in den anderen Stadtteilen, die ebenso schwer zugänglich sind, geschehen. Alle Menschen haben das Recht in Ruhe in der Bibliothek zu lernen und am kulturellen Angebot Marburgs teilzunehmen. Für mehr und vor allem späte Busverbindungen in den abgelegeneren Ortsteilen!
11. Juni 2019

Nachhaltige Mobilität durch Förderung von ÖPNV, Fahrrad und Fußgänger*innen

Verstopfte Innenstädte, Abgasskandale und der sich verstärkende Klimawandel sind nur einige Gründe, um Mobilität heute neu zu denken. Es ist seit langem bekannt, dass die Auswirkungen dieser Politik Menschen, Gesellschaft und den Planeten enorm belasten. Bei nachhaltiger Mobilität geht es darum, dass die Lebensqualität verbessert und die Umweltbelastung gleichzeitig verringert wird.  Das Auto, dass die meisten Personen ihr eigen nennen, ist hierbei der Kern des Problems. Kommunen haben vielerlei Möglichkeiten eine nachhaltige Mobilität zu fördern. Die Förderung der Fahrradinfrastruktur, Carsharing Konzepte, kostenloser, gut ausgebauter Nahverkehr und viele weitere Ideen sind schon lange keine Utopie mehr, sondern realisierbare Maßnahmen hin zu einer sozial-ökologischen Stadt. Auch Marburg hat hier noch Potenzial auszuschöpfen. Da die Universtität Marburg unglaublich viel Gewicht hat in der Marburger Lokalpolitik, wollen wir unser Mandat nutzen, um die Universität zu drängen ihre Verhandlungmacht zu nutzen und sich für eine nachhaltige Mobilität einzusetzen. So hat Marburg aktuell den "am besten ausgelasteten", d.h. überfülltesten ÖPNV in ganz Hessen. Es kann nicht sein, dass die städtische Politik, dies als besonders kosteneffizent darstellt und nicht das Bedürfnis verspürt Grundlegendes zu ändern. Gerade angesichts der massiv mit Staus überlasteten Nordstadt muss der öffentliche Verkehr dringend ausgeweitet werden und mehr Menschen davon überzeugt werden das Auto stehen zu lassen, auch um unser aller Gesundheit zu schützen.
11. Juni 2019

Mehr Frauen* unter den Dozierenden

 
In der Gesellschaft, wie auch an unserer Uni sind Frauen* häufig mehr oder weniger sichtbaren Repressionen ausgesetzt: dazu gehören ökonomische Diskriminierung, unter die neben schlechterer Bezahlung bei gleicher Tätigkeit auch sogenannte "gläserne Decken" gehören. Im Alltag herrscht ein weit verbreiteter (Hetero-)Sexismus, sowie physische und psychische Gewaltausübung gegenüber Frauen* bis hin zu Normierungen des Körpers und der Psyche. An der Uni drückt sich diese patriachale Ordung vor allem in männlich dominierten formellen, wie informellen Hirachien aus. Je höher ein Posten dotiert ist, desto weniger Frauen! Feminismus bedeutet für uns damit mehr als Quotendebatten, sondern auch der Abbau von Hierachien, die letztlich Männer und Frauen* in gleicher Weise unterdrücken! Eine Uni und eine Gesellschaft in der derartige Formen der Gewaltausübung und maskuline Hierachien weiterleben ist falsch!
11. Juni 2019
Der SDS als linke, hochschulpolitisch aktive Gruppe

Der SDS als linke, hochschulpolitisch aktive Gruppe

Der Marburger SDS ist eine marxistisch geprägte Hochschulgruppe, die unabhängig und basisdemokratisch organisiert ist. Wir setzen uns, insbesondere in Zusammenarbeit mit Interessierten und anderen demokratischen Gruppen, sowie im solidarisch-kritischen Verhältnis zur Partei DIE LINKE, für die Belange und Interessen der Studierenden wie Soziale Gerechtigkeit und eine bessere Bildung ein. Dabei versuchen wir eine emanzipatorische Politik auf Grundlage feministischer, marxistischer, antikapitalistischer, antirassistischer und herrschaftskritischer Positionen zu entwickeln. Das Engagement für eine Emanzipation von Minderheiten und benachteiligten Personengruppen sowie der Kampf gegen alte und neue Nazis ist uns dabei besonders wichtig.

21. Mai 2017
Selbstbeschreibung des marburger SDS Der SDS als linke, hochschulpolitisch aktive Gruppe
Der konsequente Kampf gegen rechtes, antifeministisches und autoritäres Denken

Der konsequente Kampf gegen rechtes, antifeministisches und autoritäres Denken

 
Antifaschismus war und ist immer eine Notwendigkeit. Doch gerade wenn Menschen, die vor Krieg, Leid und Armut fliehen selbst zum Problem gemacht und im gesellschaftlichen Konsens als „Krise“ gesehen werden, ist es auch unsere Aufgabe als Studierende, sich dem politischen Rechtsruck entgegenzustellen. Seit Jahren kommt es zu Angriffen auf Gefüchtetenheime. Die, immer offener faschistoid auftretende AfD zieht in die Parlamente ein. Währenddessen schieben CDU/CSU, SPD und Co. massenhaft Menschen ab, teilweise in den sicheren Tod.
Eine besondere Manifestation rechter und rechtsradikaler Tendenzen an der Uni sind Studentenverbindungen, im Speziellen Burschenschaften. DIese können als interlektuelle Keimzelle des modernen Rechtsradikalismus angesehen werden. Diesen stellen wir uns als SDS entschieden entgegen. Es ist unerlässlich, dass auch die Studierendenschaft und speziell der AStA antifaschistische Arbeit unterstützt und durchführt.
Dabei ist Antifaschismus nicht nur Theorie, sondern muss auch praktisch werden! Was nützen uns lange Debatten um Faschismustehorien, wenn niemand die nächste NPD oder AfD-Demo verhindert? Uns ist es wichtig hier Widerstand zu leisten, um den Faschisten keinen Raum zuzubilligen. Die jüngsten Demonstarionen in Marburg haben in überwältigender Weise gezeigt, dass ein Großteil der Marburger*innen die Faschist*innen hier nicht haben will. Ein weiteres Problem ist, dass faschistische und rechte Strömungen eine aktive Kritik an feministischer Forschung und Gleichstellungsnaßnahmen betreiben. Sie behaupten, dass diese eine gesellschaftliche Spaltung verursachen und zu "Männerdiskriminierung" beitragen würde. Bestehende Macht- und Herrschaftsverhältnisse entlang von Klasse, "Rasse" und Geschlecht sollen auf diese Weise aufrecht erhalten werden. Solchen Behauptungen müssen wir uns entgegenstellen, um die Errungenschaften von Feminist*innen auch weiterhin würdigen und ausbauen zu können.
01. Juni 2016

Eine Wissenschaft, die sich kritisch mit Herrschaftsverhältnissen auseinandersetzt

Was Wissenschaft ist und was Wissenschaft soll, steht immer wieder zur Debatte. Wir plädieren im Zuge dessen für eine Wissenschaft, die unabhängig ist von Kosten-Nutzen-Kalkulationen oder anderer Zwänge. Ihre Aufgabe ist es nicht sich zu rechnen, sodern vielmehr der gesamten Gesellschaft zu gute zu kommen. Deshalb ist es auch eine zentrale Aufgaben der Wissenschaft existierende Hierarchien in unserer Gesellschaft zu dekonstruieren und Wege aufzuzeigen, wie wir alle gemeinsam uns dieser Herrschaftsverhältnisse entledigen können. Beispiele für diese Hierachien gibt es leider zuhauf. Die verschiedenen Spielarten des Kapitalismus, das Patriachat, Rassismus, andere Formen der Diskriminierung oder (neo-)koloniale Bestrebungen sind Phänomene unserer Vergangenheit und Gegenwart, die wir gerne nicht als Teil unserer Zukunft betrachten wollen. Diese Alternativen können allerdings an einer Universität nur erdacht und realisiert werden, wenn Wissenschaft unabhängig von privaten Geldquellen agieren kann. Deshalb setzen wir uns für eine sogenannte Offene oder Öffentliche Wissenschaft ein, die auf den freien Zugang zu Wissen und mehr Bürger*innenbeteiligung setzt.
01. Juni 2016
  1. Bezahlbarer und lebenswerter Wohnraum
  2. Ein weiterhin solidarisch finanziertes Semesterticket
  3. Breiteres Angebot der Mensa: vegetarisch, vegan, halal, regional, saisonal
  4. Freiräume für Menschen und ihre Ideen
  5. Mehr Mitbestimmung für Studierende

Unterkategorien

2019

Unser Programm zur Senats- und Student*innenparlamentswahl 2019.

2020

Unser Programm zur Senats- (und Student*innenparlaments)wahl 2020. Die Wahl zum Student*innenparlament ist zurzeit (Stand: Juni 2020) aufgrund von Corona noch nicht angesetzt.

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